Reiseberichte aus Ecuador

Die besten Tagesausflüge und Touren in Quito

Von Quito aus kann man unzählige Tagesausflüge unternehmen. Ob Nebenwälder, Vulkane, indigene Märkte oder Lagunen – Quitos Umgebung hat viel zu bieten! Doch auch innerhalb der Stadt gibt es die verschiedensten Touren, angefangen bei den klassischen Stadttouren über Kochkurse und Kakao- oder Kaffeetastings bis hin zu thematisch ausgerichteten Touren.

In den vergangenen Jahren war ich mehrfach in Quito und habe während meiner Reisen zahlreiche Ausflüge in und um Quito gemacht. Einige der „Standardtouren“ habe ich sogar mehrfach gemacht, wie beispielsweise das Äquatordenkmal. Die gesammelte Erfahrung nutze ich, um die in meinen Augen sehenswertesten Touren in Quito zusammen zu stellen. Selbstverständlich ist diese Liste höchst subjektiv und absolut unvollständig – Quito ist schlicht zu vielfältig.

Ganztägige City-Tour in Quito

Wer einige Tage in Quito verbringt, der kommt um eine City-Tour nicht herum. Die Altstadt ist nicht umsonst seit 1978 Weltkulturerbestätte der UNESCO.

Panorama von der Plaza Grande in Quito
Panorama von der Plaza Grande in Quito

Ich war schon einige Male im historischen Zentrum von Quito unterwegs. In den vergangenen Jahren wandelt es sich immer schneller. Es werd eine U-Bahn gebaut, es werden Strassen als Fußgängerzonen ausgebaut, ganze Straßenzüge werden frisch restauriert, es eröffnen erstklassige Hotels wie das Illa Experience Hotel. Ganz zu schweigen von den zahllosen Kirchen, von denen eine schöner ist als die andere.

Man kann ganz problemlos alleine durch die Altstadt schlendern. Mit einem Guide erfährt man jedoch die ganzen historischen Zusammenhänge, garniert mit Anekdoten und Geschichten aus Quito. Geführte Touren werden nicht nur „allgemein“ angeboten, sondern können sich auch auf die verschiedensten Themen wie bsp.:

  • Kirchen
  • Kulinarisches
  • Museen & Ausstellungen

und ähnliches festlegen. Quito wird auch nach einem Aufenthalt von mehreren Tagen nicht langweilig. Um die beste City-Tour in Quito zu erleben, muss man sich selbst nur fragen, was man sehen und machen möchte.

Ausflug zum Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“

Ein Aufenthalt in Quito ist nicht komplett, ohne einen Besuch des Äquatormonuments, zwischen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre. Hier wurde im Jahre 1736 erstmals der exakte Verlauf (bis auf 240 Meter) des Äquators von einer französischen Expedition vermessen.

Das Äquatordenkmal "Mitad del Mundo" in Quito
Das Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“ in Quito

Das Denkmal liegt eine knappe Autostunde nördlich von Quito. Man kann es sowohl im Rahmen einer geführten Tour ab dem Hotel in Quito, als auch auf eigene Faust mit dem Bus besuchen. Gut kombinieren lässt sich das Äquatordenkmal mit dem Museum Intiñan, welches direkt auf der Äquatorlinie liegt.

Während das Äquatordenkmal einerseits den historischen Bezug zur Expedition und zu verschiedenen Völkern und Kulturen in Ecuador herstellt, werden im Museum Intiñan einige spannende Experimente zur Corioliskraft gezeigt.

Insgesamt sollte man für die Tour zu beiden Sehenswürdigkeiten inkl. Hin- und Rückfahrt ca. 4-5 Stunden einplanen. Man kann es daher gut mit einer kurzen Citytour kombinieren. Definitiv ist das einer der besten Ausflüge ab Quito.

Da ich die Tagestour bereits mehrfach gemacht habe, habe ich sowohl zum Mitad del Mundo, als auch zum Intinan Museum ausführlichere Beiträge geschrieben.

Die Kirchtürme der Basilica del Voto Nacional

Die Besteigung der Kirchtürme der Basilica del Voto Nacional ist keine wirkliche Tour, vielmehr kann es ein Programmpunkt einer Stadttour in Quito sein.

Blick von der Basilica del Voto Nacional zum Panecillo
Blick von der Basilica del Voto Nacional zum Panecillo

Allerdings beschränken sich die meisten Citytouren in Quito auf das historische Zentrum und den Hügel Panecillo. Die Basilica hingegen liegt wenige Blocks außerhalb des historischen Zentrums und ist nicht annähernd so alt und opulent wie die alten Kirchen und Klöster im Zentrum.

Dafür kann man die Glockentürme der Basilica del Voto Nacional besteigen (im Foto bis oberhalb von den Uhren) und hat den vielleicht besten Blick über Quito. Der Eintrittspreis liegt für Ausländer bei nur 2,- USD, wer sich die Treppen auf Grund der Höhe von Quito nicht zutraut, der kann auch große Teile in einem Aufzug hochfahren.

Weitere Infos zur Besteigung der Basilica del Voto Nacional gibt es hier.

Tagestour zum Indiomarkt in Otavalo

Einer der weitesten Tagesausflüge ab Quito führt in die nördlich gelegene Provinz Imbabura. Jeder der sich mit einer Reise nach Ecuador beschäftigt, wird früher oder später über die farbenfrohen Fotos vom Indiomarkt in Otavalo stolpern.

prächtige Farben auf dem Markt in Otavalo
prächtige Farben auf dem Markt in Otavalo

Gerne wird er als der größte indigene Markt in Lateinamerika bezeichnet. Ich kann nicht beurteilen ob es stimmt, ein Besuch lohnt auf alle Fälle. Während der Textilmarkt auf der Plaza de Ponchos an jedem Wochentag stattfindet, gibt es mittwochs und samstags zusätzlich einen großen Tiermarkt.

Da die Fahrtstrecke bis Otavalo ca. 100 km beträgt und man dafür etwa 2h einplanen sollte, kann man diese Tagestour gut mit weiteren Sehenswürdigkeiten in der Region kombinieren. Eine Bootsfahrt auf der Cuicocha-Lagune oder eine Wanderung zum Wasserfall Peguche sind beliebte Ergänzungen. Auch ein Besuch im „Lederwarendorf Cotacachi“ lohnt sich auf jeden Fall.

Weitere Informationen zum Indiomarkt in Otavalo habe ich in der Vergangenheit bereits zusammengefasst.

Die heißen Thermen von Papallacta

Ein Ausflug zu den heißen Quellen von Papallacta ist ganz sicher nicht der klassische Ausflug, jedoch ganz sicher ein absolut unvergesslicher Tag.

Termas de Papallacta Hotel & SPA bei Quito
Termas de Papallacta Hotel & SPA bei Quito

Nur eine gute Stunde vor den Toren von Quito liegt Papallacta in einem Bergwald auf gut 3300 Metern Höhe, am Übergang ins Amazonastiefland. Es gibt hier mehrere Thermalquellen unterschiedlicher Größe und Temperatur, die mit Abstand die besten von Ecuador sind. Zum Hotel & SPA gehören ein Restaurant mit heimischer und internationaler Küche – Spezialität des Hauses sind frische Forellen. Ein Spaziergang durch den Bergnebelwald runden den Tag ab.

Wer gerne länger in der Umgebung und den heißen Pools verweilen möchte, der kann in Papallacta auch gut eine Nacht verbringen. Weitere Informationen über die Thermen von Papallacta habe ich in der Vergangenheit bereits zusammengefasst.

Ausflug zur Quilotoa-Lagune – Ecuadors Instagram-Hotspot

Der Quilotoa-Ktatersee ist eines der besten Fotomotive, das Ecuador zu bieten hat. Die spektakulären Berggipfel in über 4000 Metern Höhe, das türkise Wasser in der Lagune und der blaue Himmel sind wie geschaffen für Instagram.

Abstieg in die Quilotoa Lagune
Abstieg in die Quilotoa Lagune

Die Fahrtstrecke beträgt ca. 180km ab Quito, damit ist dieser Ausflug einer der längsten, die man als Tagestour ab Quito noch bewältigen kann. Die Fahrtdauer zur Lagune und zurück nach Quito beträgt jeweils, je nach Verkehr und Fotostops, ca. 3 Stunden.

Angekommen an der Quilotoa-Lagune kann man entweder am oberen Kraterrand eine Wanderung unternehmen, oder hinab zum Kratersee wandern. Für den Aufstieg sollte man erheblich mehr Zeit als für den Abstieg einplanen. Die Höhenluft wird sich ganz sicher bemerkbar machen. Gut kombinieren lässt sich dieser Ausflug mit dem Besuch eines indigenen Marktes in der Region.

Auch zur Quilotoa-Lagune habe ich bereits einen langen Artikel verfasst.

Tour zu den schönsten Kirchen von Quito

Unabhängig davon ob man gläubig ist oder nicht, sind Kirchen in Südamerika in meinen Augen immer einen Besuch wert. Oftmals versprühen sie eine ganz besondere Mischung aus völliger dekorativer Überladung und maroder Baufälligkeit.

Die goldene Kirche La Compania de Jesus in Quito
Die goldene Kirche La Compania de Jesus in Quito

Die vermutlich berühmteste Kirche von Quito ist die Kirche La Compania de Jesus. Sie liegt nur einen Block von der Plaza Grand entfernt und ist Bestandteil absolut jeder Stadttour. Berühmt ist die 1765 erbaute Jesuitenkirche dafür, das sie im inneren großflächig mit Blattgold verkleidet ist.

Während der 160-jährigen Bauzeit wurden verschiedene Stile in der Kirche eingesetzt. Neben mehrheitlich barocken Elementen findet man auch maurische Verzierungen und die Sonne als Symbol der Inka. Insgesamt sollen 55kg pures Gold zum Einsatz gekommen sein.

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  2. Yunguilla
  3. Pichincha

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