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Ein Tag in Lima

Von renommierten Restaurants, über malerische Strände, bis hin zu beeindruckenden Tempelpyramiden: Als eine der größten Städte in Südamerika hat die Hauptstadt Perus einiges zu bieten und ist eine regelrechte Oase für Genießer, Geschichtsinteressierte und Unterhaltungssuchende gleichermaßen. Besucher könnten wochenlang in Lima verweilen und dabei immer wieder neue Entdeckungen machen. Da die meisten Reisenden aber etwas weniger Zeit mitbringen, habe ich die besten Sehenswürdigkeiten hier zusammengefasst.

Paraglider über Lima

Paraglider über Lima

Circuito Mágico Del Agua

Bei Tag und auch bei Nacht ist der Parque de la Reserva einen Besuch wert. Der wunderschöne Park mit seinen gepflegten Grünflächen liegt einen guten Kilometer südlich der Altstadt und lädt tagsüber zum Entspannen und Träumen ein. In den warmen Sommermonaten genießen Einheimische und Touristen das milde Plätschern des Springbrunnens und bestaunen abends seine magischen Wasserspiele. Sobald es dunkel wird, ist die große Springbrunnenanlage nämlich dramatisch beleuchtet und bunte Wasserstrahlen schießen durch die Luft. Das Spektakel beeindruckt Jung und Alt und lässt sich mit einer guten Kamera durchaus festhalten. Auf der Beliebtheitsskala steht der magische Springbrunnen gleich hinter dem Machu Picchu und sollte deshalb auf jeder Liste stehen.

High Life in Miraflores

Es ist mit Sicherheit das beliebteste Viertel Limas und lockt Unterhaltungssuchende mit edlen Restaurants, bunten Boutiquen und einzigartigen Stränden. In Miraflores gehen Wassersportler tagsüber surfen, während Architektur-Freunde die liebevoll restaurierten Häuser aus der Kolonialzeit und hochmoderne Einkaufs- und Wohnkomplexe bewundern. Abends können sich Besucher in einem der zahlreichen Restaurants mit peruanischen und internationalen Köstlichkeiten verwöhnen. Für alle Nachteulen gibt es jede Menge Clubs und Bars und das glamouröse Atlantic City Casino. Fall sie die nötigen Fähigkeiten beherrschen, setzen sich Poker-Fans nach einem Abendessen im hauseigenen Edel-Restaurant Eliazar an einen der Spieltische und lassen den Abend in guter Gesellschaft ausklingen.

Nächtliche Strassenszene in Lima

Nächtliche Strassenszene in Lima

Casa de Aliaga

Geschichtsfans aufgepasst: Im historischen Zentrum von Lima befindet sich das älteste Haus Perus, das insgesamt rund 18 Generation beherbergte. Die bekannte Familie Aliaga erhielt das Grundstück gleich neben dem Regierungspalast vom Eroberer Francisco Pizarro, ein enger Vertrauter von Jerónimo de Aliaga. Heute befinden sich im geschichtsträchtigsten Haus Perus eine umfangreiche Sammlung bedeutender nationaler Kunstwerke und Artefakte. Auch finden Interessierte hier das Schwert vor, das Jerónimo während der Eroberung benutzt haben soll. Über die letzten Jahrhunderte wurde das Haus immer wieder renoviert, sodass es mehrere Epochen und Strömungen in beeindruckender Form widerspiegelt. Vor einem Besuch sollte man unbedingt eine Führung vereinbaren, da diese im Vorfeld gebucht werden muss.

Der Regierungspalast

Gleich neben dem Casa de Aliaga und wohl kaum zu übersehen, befindet sich Perus Regierungspalast (auf Spanisch: Palacio de Govierne del Perú). Der von Francisco Pizarro im neu-kolonialischen Stil gegründete Palast befindet sich direkt am zentralen Marktplatz (auf Spanisch: Plaza del Mayor). Noch immer ist das imposante Bauwerk ein Zentrum der Macht, denn der Präsident von Peru hat hier seine Amtsräume. In der Vergangenheit war der Palast auch immer wieder Schauplatz bedeutungsvoller Ereignisse: Im Jahr 1821 wurde hier zum Beispiel die Unabhängigkeit Perus ausgerufen. Eine Führung durch die prunkvollen Innenräume ist nur mit rechtzeitiger Voranmeldung möglich. Reisende, die sich an Glanz und Gloria gar nicht sattsehen können, sollten sich eine solche Gelegenheit also nicht entgehen lassen.

Huaca Pucllana

Nur zwanzig Minuten vom Stadtviertel Miraflores entfernt, befindet sich ein Wunder ganz anderer Art: Die Ruinen der Pyramiden Huaca Pucllana, die zwischen 400 und 500 nach Christus erbaut wurden. Die Tempelanlage wurde von der damaligen Lima-Kultur für spirituelle Zeremonien und Opferungen genutzt und beeindruckt noch heute Reisende aus aller Welt. Erst in den Neunzigern begann die Stadt Lima mit der Restauration der „vergessenen Pyramiden“. Bis heute werden die Ruinen renoviert und sind daher nicht vollkommen zugänglich. Ein Besuch ist der Tempel auf jeden Fall wert: Interessierte zahlen umgerechnet nur 4 Euro Eintritt und können einen Großteil der mächtigen Ruinen bestaunen.

Natürlich gibt es in Lima noch viel mehr zu sehen. Reicht die Zeit aus, sollte auch der Kennedy Park mit seinen Katzen und das Künstlerviertel Barranco besucht werden. Auch gibt es im historischen Stadtzentrum viele Kirchen und Kathedralen, die gerade in den wärmeren Monaten nicht nur für kunstvollen Augenschmaus, sondern ebenso für angenehm kühle Temperaturen sorgen.

 

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