Reiseberichte aus Costa Rica

Die 14 wichtigsten Highlights & Sehenswürdigkeiten in Costa Rica

Wenn ihr eine Reise nach Costa Rica plant, fragt ihr euch sicher, welche Orte und Sehenswürdigkeiten in Costa Rica ihr unbedingt gesehen müsst. Was sind die wichtigsten Highlights, die Costa Rica zu bieten hat? Die Frage ist durchaus berechtigt. Costa Rica ist zwar klein, aber so vielfältig wie nur ganz wenige Länder weltweit. Ich war bisher zwei Mal in Costa Rica, beschäftige mich aber auch sonst sehr viel mit dem kleinen Land in Mittelamerika.

Ihr habt Hinweise? Oder weitere Geheimtipps für Costa Rica? Dann schreibt doch bitte einen Kommentar unter diesen Beitrag.

Costa Rica war schon immer eines der beliebtesten Reiseziele in Lateinamerika. Hier kommen Familien gleichermaßen auf die Kosten wie Backpacker. Mit einem Mietwagen seid ihr genauso gut aufgehoben, wie mit einem Reiseleiter, der euch begleitet.

Fangen wir an…die schönsten Orte in Costa Rica zu besuchen!

Ihr denkt an wilden Urwald? An Traumstrände? An entspannte kleine Ortschaften? Dann seit Ihr in Costa Rica genau richtig? Ihr wollt aktiv sein? Oder lieber entspannen? Vögel oder andere Tiere beobachten? Auf Nachtwanderungen auf der Suche nach Reptilien und Insekten gehen? Auch dann seid ihr in Costa Rica genau richtig. Rauchende Vulkane und heiße Quellen sind genau euer Ding? Dann ab ins nächste Flugzeug.

Schneller Tipp!

Neben den großen Sehenswürdigkeiten in Costa Rica findet Ihr unten auch einige Tagesausflüge. Diese könnt ihr entweder auf eigene Faust machen, im Reisebüro eures Vertrauens buchen, oder vor Ort bei einem lokalen Touranbieter. Ich denke, meine Empfehlungen helfen euch bei eurer Reiseplanung.

Der Vulkan Irazú

In Costa Rica gibt es neun Vulkane, ein Großteil davon ist aktiv oder ruhend. Der Irazú Vulkan ist zwar nicht der schönste davon, mit 3432 m jedoch der höchste Vulkan in Costa Rica. Außerdem liegt er nur ca. 90 Autominuten von der Hauptstadt San José entfernt und ist damit ausgesprochen gut erreichbar. Gerade in der Regenzeit ist der Vulkan jedoch oftmals sehr wolkenverhangen, dann seht ihr im Krater die Hand vor Augen nicht. Habt ihr jedoch Glück mit dem Wetter, dann erwartet euch eine beeindruckende, karge Landschaft, ein türkiser Kratersee und auch der eine oder andere Kolibri.

San José hat in meinen Augen relativ wenig zu bieten. Eine Tagestour zum Vulkan Irazú ist jedoch eines der Highlights in Costa Rica.

Kratersee vom Vulkan Irazú in Costa Rica
Kratersee vom Vulkan Irazú in Costa Rica

Hängebrücken im Urwald

In Costa Rica könnte ihr den Urwald nicht nur bei Wanderungen vom Boden aus erleben, sondern auch aus der Perspektive von Vögeln und Affen in Höhe der Baumwipfel. Gefühlt gibt es an jeder Ecke einen Hängebrückenpark oder zumindest einzelne Hängebrücken, um die Natur bei einer Dschungelwanderung aus einer neuen Perspektive erleben zu können.

Die Hängebrücken könnt ihr alleine besuchen, oder ihr nehmt euch einen lokalen Guide, der euch natürlich viele Dinge zu den Tieren und Pflanzen erklären kann. Für mich sind diese Touren ein absolutes Highlight in Costa Rica. Die Kombination aus einem leichten Nervenkitzen und der absoluten Nähe zur Natur macht regelrecht süchtig. Die findet die bekanntesten und schönsten Hängebrückenparks am Vulkan Arenal und in Monteverde.

Hängebrücke bei La Fortuna in Costa Rica
Hängebrücke bei La Fortuna in Costa Rica

Puerto Viejo am Karibik

Bob Marley hätte sich in Puerto Viejo wohlgefühlt. Reggae Musik ist euer Soundtrack, während ihr durch das Dorf schlendert oder am Strand mit neuen Freunden das Leben feiert und genießt. Wer es eilig hat, ist in Puerto Viejo fehl am Platz. Hier heißt es Schuhe ausziehen und einen Gang runter schalten.

Wenn Ihr es nach Puerto Viejo schafft habt, habt ihr eindeutig die richtige Wahl getroffen, wenn es um entspannte Ticos, freakige Hostels und Reggae Beach Bars geht. „Pura Vida“ wird in Puerto Viejo richtig(!) groß geschrieben, niemand lässt sich hetzen, alle sind glücklich, die Sonne scheint und die Palmen wachsen.

Abendliche Strandparty in Puerto Viejo
Abendliche Strandparty in Puerto Viejo

Nationalpark Manuel Antonio

Im Westen von Costa Rica an der Zentralpazifikküste liegt der Nationalpark Manuel Antonio. Der seit 1972 bestehende Nationalpark ist zwar der kleinste des Landes, aber dennoch bei Touristen einer der beliebtesten. Grund dafür sind nicht zuletzt die hellen Sandstrände, die sich bilderbuchartig an das blaue Meer schmiegen. Doch der Nationalpark steht nicht nur für paradiesische Strände: Ein Kontrastprogramm bekommt ihr bei abenteuerlichen Wanderungen durch den Regenwald, der euch echtes Dschungel-Feeling vermittelt. Haltet immer die Augen offen, denn nicht nur Faultiere entspannen hier in der üppigen Fauna, auch eine große Zahl an Totenkopfaffen fühlt sich im Nationalpark wohl. Freut euch auf Wanderwege durch tiefgrüne Landschaften und Aussichtspunkte wie den Cathedral Point, die euch atemberaubende Ausblicke bescheren. Der Nationalpark Manuel Antonio ist der perfekte Einstieg für Costa-Rica-Anfänger.

Das Nationalfrühstück Gallo Pinto

Ein (für mich) absolutes Highlight von Costa Rica wird euch jeden tag begegnen. Das Nationalfrühstück Gallo Pinto. Egal, ob ihr im Urwald esst, oder im erstklassigen Hotel in San José – Gallo Pinto wird euch immer begegnen. Es ist auch völlig egal, welche Mahlzeit ihr einnehmen wollt, Gallo Pinto geht immer. Überwiegend wird es euch jedoch zum Frühstück begegnen.

Das gericht ist einfach, lecker und so nahrhaft, das einem langen und ereignisreichen Tag in der Natur von Costa Rica nichts im Wege steht.

Die Hauptzutaten von Gallo Pinto sind:

  • Reis mit schwarzen Bohnen
  • Spiegeleier
  • Kochbanane
  • weißer Käse
  • scharfe Soße
  • Sauerrahm (Natilla)

Je nach Tageszeit und Restaurant kommen noch verschiedene Beilagen dazu. Zum Frühstück gibt es oftmals zusätzlich Toast mit Marmelade und frischem Obst, abends beispielsweise ein kleines Steak oder eine gebratene Wurst.

Gallo Pinto - das Nationalgericht von Costa Rica
Gallo Pinto – das Nationalgericht von Costa Rica

Urwaldlodges

Es gibt zahlreiche Urwaldlodges in Costa Rica. Da das Land so angenehm klein ist, sie diese Lodges alle sehr gut erreichbar, ohne zusätzliche Flüge oder ewig lange Transferfahrten. Für mich sind Übernachtungen in diesen Lodges absolutes Pflichtprogramm bei jeder Costa Rica Reise. Die luftigen Bungalows stehen oft auf Stelzen wenige Meter über dem Erdboden und haben große Fenster und Terrassentüren. Moskitonetze ersetzen das Glas. So dringen die Regenwaldgeräusche, die Stimmen der Vögel, das Gekreische von Affen und das Gequake der Frösche bis zum Bettrand.

Ich kann euch versprechen, das es kaum möglich ist, gleichermaßen komfortabel wie tief in die Natur einzutauchen. Lauscht den Geräuschen des Urwaldes aus der privaten Hängematte und lasst euch einfach fallen. Ob ihr das in einer normalen Urwaldlodge, oder in einer Lodge in den Bergnebelwäldern macht, ist euch selbst überlassen. Beides sind absolute Highlights und im Idealfall macht ihr einfach beides.

Die Bananito-Lodge in Costa Rica
Die Bananito-Lodge in Costa Rica

Der Vulkan Arenal

Der Arenal Vulkan ist der aktivste und zugleich jüngste Vulkan von Costa Rica sowie einer der aktivsten Vulkane der Welt. Der zugehörige Arenal Nationalpark in Costa Rica ist ein wahres Naturjuwel: Dichter Regenwald, heiße Quellen und majestätische Wasserfälle sorgen für eine einzigartige Naturkulisse und machen eure Abenteuer zum unvergesslichen Erlebnis. Überragt wird das alles vom nahezu perfekt geformten Vulkankegel vom Arenal.

Seit Oktober 2010 spukt der bis dahin äußerst aktive Arenal keine Lava mehr. Leichte Rauchfahnen sieht man jedoch jeden Tag. Mit 1640 Metern Höhe ist dieser Schichtvulkan deutlich kleiner als beispielsweise der Poás (2704 m), der Irazú (3432 m) und der Turrialba (3325 m). Was macht diesen Vulkan also so besonders? neben der perfekten Kegelform ist es die nicht weniger perfekte touristische Infrastruktur ausgereifte touristische Infrastruktur in der Umgebung.

Der perfekte Vulkankegel vom Arenal
Der perfekte Vulkankegel vom Arenal

Nationalpark Corcovado

Ihr habt Bock auf die volle Dröhnung Tierwelt? Ihr seid glücklich, wenn ihr gar nicht wisst, ob ihr zuerst Vögel, Affen oder Tapire beobachten sollt? Dann ist der Corcovado Nationalpark genau euer Ding. Der Nationalpark Corcovado liegt im westlichen Teil der Halbinsel Osa im Südwesten von Costa Rica und ist dank seiner recht abgelegenen Lage einer der besterhaltenen Regenwälder Costa Ricas.

Hier treffen wilde Pazifikküsten auf eine einmalig artenreiche Tierwelt. Wenn ihr in aller Ruhe Tiere wie Tapire, Jaguare, Totenkopfäffchen, Gürteltiere beobachten möchtet, findet ihr dafür im Nationalpark Corcovado die optimalen Voraussetzungen. Man spricht von mehr als 500 verschiedenen Baumarten, über 150 Orchideenarten, 140 Säugetierarten, 370 Vogelarten, 120 Reptilien- und Amphibienarten, mehr als 6.000 Insektenarten sowie 40 Arten von Süßwasserfischen. Mehr geht einfach nicht mehr.

Tapir im Corcovado Nationalpark
Tapir im Corcovado Nationalpark

An der Zipline durch die Baumwipfel

Euch sind die bereits erwähnten Hängebrücken nicht genug Nervenkitzel? Dann haltet einfach die Augen nach Ziplines offen. Denn auch davon gibt es in Costa Rica mehr als genug. Oftmals gibt es sogar beide Attraktionen in Kombination, so das Adrenalin-Junkies und ruhigere Reisegäste gemeinsam auf ihre Kosten kommen.

Ziplining ist in Costa Rica fast schon ein Volkssport – allerdings überwiegend für Touristen, denn die Preise sind teilweise sehr gesalzen. Dennoch ist das Fliegen durch die Baumwipfel des Regenwalds ein einmaliges Erlebnis, das ich euch nur ans Herz legen kann.

Längste Zipline von Lateinamerika

Wusstet ihr, das es in Costa Rica die längste Zipline von ganz Lateinamerika gibt? In Monteverde geht es über 1590 Meter durch die Baumwipfel. Der gesamte Parcours besteht sogar aus 11 unterschiedlichen Ziplines und dauert mehrere Stunden. Hier könnt ihr die Tour buchen.

Zipline im Urwald von Costa Rica
Zipline im Urwald von Costa Rica

Wasserfall La Fortuna

Costa Rica hat auf Grund seiner Geographie und den Klimaverhältnissen eine unglaubliche Vielzahl an Wasserfällen. Überall in den Regenwäldern und an den Berghängen sieht man kleinere und größere von ihnen. „La Fortuna“ zählt definitiv zu den eindrucksvollsten Wasserfällen in Costa Rica. Etwa 70 Meter stürzt das Wasser hier an den steilen Klippen des Cerro Chato in die Tiefe. Der erloschene und dicht bewaldete Zwilling des benachbarten Vulkans Arenal befindet sich in einem unberührten Waldgebiet und ist ein beliebtes Ziel bei Wanderern und Nationalpark-Besuchern.

Etwa 500 Stufen führen durch dichten Regenwald an den Fuß des La Fortuna Wasserfalls. Unten angekommen dürft ihr im kühlen Wasserbecken baden und euch für den anstrengenden Aufstieg erfrischen. Euch ist die Wanderung zu lang? Es gibt auch „Abkürzungen“ per Taxi oder Esel.

Der La Fortuna Wasserfall in Costa Rica
Der La Fortuna Wasserfall in Costa Rica

Den Göttervogel Quetzal suchen

Schon vor tausenden von Jahren verehrten die Azteken und die Maya den einzigartigen Quetzal und sagten ihm glücksbringende Eigenschaften nach. Wer damals einen Quetzal fing und tötete, wurde selbst mit dem Tod bestraft. Auf Grund dieser Vergangenheit wird der Quetzal bis heute auch Göttervogel genannt. Mit seinen bunt schimmernden federn ist er ganz sicher einer der schönsten Vögel in Costa Rica.

Ob der Quetzal wirklich Glück bringt, überlasse ich eurer Phantasie. Um ihn zu finden braucht ihr hingegen ganz sicher nur recht wenig Glück. In den Bergnebelwäldern in Costa Rica ist der Quetzal recht leicht zu finden, wenn man an den richtigen Stellen sucht. Einerseits bevorzugt der Göttervogel morsche Baumstämme als Nisthöhle, andererseits zählt er kleine Avocados zu seinen Leibspeisen. Ihr müsst also „nur“ schauen, wo Avocadobäume und morsches Holz gemeinsam zu finden sind. Die Guides in Costa Rica wissen das ganz sicher.

Quetzal - der Göttervogel aus Costa Rica
Quetzal – der Göttervogel aus Costa Rica

Tortuguero Nationalpark

Der Tortuguero National Park ist aufgrund seiner Kanal- und Lagunenlandschaft ein ganz besonderer Nationalpark. Hier habt ihr die Möglichkeit die Tierwelt vom Boot aus zu beobachten. Der Nationalpark befindet sich in der Provinz Limón an der Karibikküste von Costa Rica. Sein Name bedeutet soviel wie „Platz, an den die Schildkröten kommen“, denn er ist neben vielen anderen Tieren besonders für das Nisten der Meeresschildkröten bekannt. Neben den Schildkröten könnt ihr hier auch auf Krokodile, Tukane, Papageien, Affen und Faultiere treffen.

Der Tortuguero Nationalpark ist nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen. Das macht eine Tour in den Nationalpark etwas teurer, doch es lohnt sich. Für mit ich Tortuguero eine der grandiosesten Sehenswürdigkeiten in Costa Rica. Obwohl es nicht ganz einfach ist, nach Tortuguero zu gelangen, zählt der Nationalpark zu den meist besuchten Nationalparks Costa Ricas. Grund sind die Menge an Tieren und die einzigartige Lage Tortugueros zwischen einem Netz aus Kanälen und Lagunen und der Karibik. Die Mischung aus Salz- und Süßwasser sorgt für eine einzigartige Flora und Fauna im Nationalpark.

Parque Nacional Cahuita

Cahuita ist für mich einer der Höhepunkte meiner Costa Rica Reisen. Verschlungene Wege führen direkt hinter dem Strand  und dem karibisch blauen Meer durch einen lichten Regenwald. Alle paar Meter laden obendrein hübsche, kleine Buchten zum Baden und Relaxen ein. Ein Nationalpark, dessen Besuch sich wirklich lohnt! Faultiere hängen hier gefühlt an jeder Palme rum.

Die mit fast 10 Kilometern längste, aber auch schönste Wanderroute durch den Cahuita Nationalpark führt vom Haupteingang in Cahuita (Playa Blanca) zum rückseitigen Parkzugang Playa Vargas. Da nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische den Nationalpark besuchen, empfehle ich euch, die Tour an einem Wochentag und nicht am Wochenende zu machen.

Am Strand vom Cahuita Nationalpark
Am Strand vom Cahuita Nationalpark

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