Reiseberichte aus Ecuador

Mehr als Peru: Was du über die Inkaruinen in Ecuador wissen solltest

Ecuador wird oft übersehen, hat aber auch beeindruckende alte Inka-Ruinen zu bieten.

Das Zentrum des Inkareichs lag in Peru – die Hauptstadt Cusco und Machu Picchu liegen nicht nur beide in Peru – sondern sind fast Nachbarn. Aber das Inka-Reich war viel größer als das und erstreckte sich bis nach Santiago in Chile im Süden und Kolumbien im Norden. Es umfasste ganz Ecuador und bis heute gibt es in Ecuador deswegen einige beeindruckende Inka-Ruinen.

Die Inka bauten ein riesiges Straßennetz durch weite Teile des westlichen Südamerikas, während sie mit Quipu Aufzeichnungen führten und feinste Textilien webten. Peru ist verständlicherweise berühmt für sein Inka-Erbe, aber es verdrängt oft Ecuador, das ebenfalls ein reiches Inka-Erbe hat. Wobei der Vergleich schon etwas hinkt.

Das Inkareich reichte weit über Peru hinaus

Das Inkareich breitete sich im frühen 13. Jahrhundert vom peruanischen Hochland aus und eroberte zwischen 1438 und 1533 einen Großteil des westlichen Südamerikas. Im Jahr 1532 eroberten die Spanier einen großen Teil des Reiches und 1572 verschwanden die letzten Reste davon.

Ende des Inka-Reiches: Zwischen 1532 und 1572

Das Reich gilt als eines der größten historischen Reiche der Weltgeschichte, obwohl ihm grundlegende Ressourcen und Technologien fehlten – wie die Nutzung des Rades, Zugtiere, die Kenntnis von Eisen oder Stahl oder sogar ein voll entwickeltes Schriftsystem (Die Knotenschrift Quipu ist bis heute nicht vollständig entschlüsselt).

Ingapirca – die größte Inkastätte Ecuadors

Eine der Hauptattraktionen der Inka in Ecuador ist Ingapirca. Ingapirca (was „Inka-Mauer“ bedeutet) ist die größte bekannte archäologische Stätte der Inka-Ruinen in Ecuador. Das wichtigste Gebäude dort ist der Sonnentempel – ein ellipsenförmiges Gebäude, das um einen großen Felsen herum gebaut wurde.

Lage: In der ecuadorianischen Provinz Cañar

Sie befindet sich etwa 50 km nördlich der Stadt Azogues im Kirchspiel Ingapirca des Kantons Cañar in der Provinz Cañar.

Die größte bekannte archäologische Stätte der Inkas in Ecuador

Die Ruinen der Mauern sind bemerkenswert und wurden auf die typische Art der Inkas gebaut, die Steine perfekt zu bearbeiten. Es wurde kein Kleber oder Mörtel verwendet (genau wie bei den Mauern in Machu Picchu). Vieles an der Stätte bleibt ungewiss und die Eroberung und Zerstörung durch die Spanier hat die Sache nicht einfacher gemacht.

Die Spanier bauten die Stätte ab, um Steine für ihre eigenen Projekte zu gewinnen. Große Teile der Ruinen sind jedoch erhalten geblieben und stellen eine wichtige Touristenattraktion in der Region dar.

Anreise nach Ingapirca: Eine Tagestour von Cuenca aus ist möglich

Wenn du die Ruinen besuchen möchtest, kannst du eine Tagestour von der ecuadorianischen Stadt Cuenca aus machen. Eine andere Möglichkeit ist, eine Nacht in den näher gelegenen Orten El Tambo oder Cañar zu verbringen.

Sehr beliebt ist es auch, auf dem Weg von Riobamba oder Alausi in Ingapirca einen Stop einzulegen.

Archäologischer Park Pumapungo

Eine weitere der wichtigsten Inka-Attraktionen in Ecuador ist der archäologische Park Pumapungo. Die Stätte war einst ein Zentrum der Inka-Kultur. Die Anlage wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und umfasste einen Sonnentempel und das Kloster der Sonnenjungfrauen. Zu ihrer Zeit war sie eine der schönsten Städte des alten Inka-Reiches.

Sie besaß auch politische und administrative Gebäude. Hier gibt es die größte Ansammlung archäologischer Ruinen der Inka südlich von Ingapirca. Zu sehen sind ein großer Bewässerungskanal sowie ein rituelles Bad zur Reinigung der Körper.

Lage: Im historischen Zentrum der Stadt Cuenca

Heute kannst du die Ruinen von Pumapungo erkunden und anschließend das nahegelegene ethnografische Museum besuchen, um ein besseres Verständnis für die Geschichte von Pumapungo und der indigenen Bevölkerung Ecuadors zu bekommen. Am Fuße des Museums kann man einen über dreißig Meter langen Tunnel sehen. Er diente als Mausoleum und symbolisierte die Unterwelt (die Heimat der Geister der Vorfahren).

Öffnungszeiten des Museums:

Montag: Geschlossen
Dienstag bis Freitag: 8h00 bis 17h30
Samstags, sonntags und an Feiertagen: von 10h00 bis 16h00
Eintrittspreis: Freier Eintritt

Andere Inka-Attraktionen in Ecuador

Rumicucho

Das Praktische an den Inkaruinen von Rumicucho ist, dass sie nur eine kurze Autofahrt von der ecodorianischen Hauptstadt Quito entfernt sind. Sie ist eine der meistbesuchten Stätten des Landes und die Ruinen sollen sowohl Inka- als auch Prä-Inka-Völker repräsentieren.

Rumicucho soll sowohl eine militärische Stätte als auch später ein Ort der Anbetung gewesen sein.

Agua Blanca

Agua Blanca liegt auf der pazifischen Seite des Landes im Machalilla-Nationalpark. Sie ist eine der letzten Überreste der Monteño-Kultur in Ecuador. Die Stätte beherbergt auch ein kleines archäologisches Museum.

Todos los Santos

Die Ausgrabungsstätte Todos los Santos wurde bereits von Prä-Inka-Kulturen besiedelt, bevor sie Teil der Inka-Sphäre wurde. Sie war jahrelang unter einer spanischen Getreidemühle versteckt und wurde erst in den 1970er Jahren entdeckt.

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