Reiseberichte aus China

Mit Taxi, Metro und Bahn in China unterwegs

Wenn man einige Regeln beachtet, kann man in China schnell, sicher und günstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B kommen, sowohl auf kurzen, als auch auf langen Strecken. Ich werde hier kurz Taxi, Metro und Zug vorstellen.

Taxis in China

Taxis sind in China geradezu unverschämt billig und im absoluten Überschuss vorhanden – das sind aber auch fast die einzigen Gründe, darauf zurück zu greifen. Schauen wir einmal, welche Hürden eine Taxifahrt in China mit sich bringt:

Des Taxifahrers Traum
Des Taxifahrers Traum
  1. kein Englisch: In aller Regel sprechen Taxifahrer ich China kein Englisch. Hier kann eine Visitenkarte mit der Anschrift in chinesischen Schriftzeichen helfen. Kann, denn:
  2. oftmals sind die Taxifahrer Analphabeten: um das möglicherweise herausfinden zu können, sollte man die Visitenkarte auf dem Kopf überreichen
  3. chinesische Städte wachsen zu schnell: unmöglich, das da jeder Taxifahrer jede Anschrift kennt. Um sein Gesicht zu waren, oder Geld zu verdienen, wir jedoch oft so getan, ohne konkretes Ziel. Da helfen dann beispielsweise U-Bahn-Stationen in der Nähe
  4. höllischer Verkehr: je nach Tageszeit können wenige km viele Stunden dauern. Großstädte stehen oftmals kurz vorm Verkehrskollaps
  5. Taxifahrer rauchen: ich bin sicher nicht empfindlich, aber nahezu jedes Taxi in China wäre eine vermutlich unlösbare Aufgabe für Febreze.

 

Metro & U-Bahn in China

In Großstädten die über Metro oder U-Bahn verfügen, sind diese in China absolut und bedenkenlos zu empfehlen.

kleinere U-Bahn-Station in China
kleinere U-Bahn-Station in China

Während man in Deutschland Fahrkarten kauft, die für gewisse Strecken, Zeiten oder Bereiche gültig sind, kauft man in China ganz einfach einen (oder mehrere) Token/Chip an einem Automaten vor den Stationen. Jeweils ein Token wird benötigt um die Station zu betreten und man kann anschließend so lange und weit fahren, wie man unter der Erde ist.

Fahrplan
Fahrplan

Sowohl der Automat, als auch die Fahrpläne und die Züge sind englisch beschriftet. Selbst „Dorfkinder“ wie ich finden sich nahezu intuitiv zurecht. Und wenn man sich mal verfährt, dann fährt man entweder wieder zurück, oder schaut einfach mal, was so über der Erde oder in der (falschen) Station los ist.  In chinesischen U-Bahn Stationen finden sich ganze Shopping-Meilen, in denen man Tage verbummeln könnte.

unterirdische Shoppingmeile
unterirdische Shoppingmeile

Die Fahrtkosten sind verschwinden gering und betragen nur wenige Euro-Cent. Man sollte jedoch versuchen, nicht unbedingt vor oder nach den klassischen Bürozeiten zu fahren. Dabei kann es schonmal voll werden…

Andere Länder, andere Sitten
Andere Länder, andere Sitten

Zug & Bahn in China

Wenn man schnell, günstig und komfortabel weite Strecken in China zurücklegen möchte, sind Schnellzüge das Mittel der Wahl. Sie sind preiswert, pünktlich, komfortabel und die Fahrzeiten lassen sich ganz einfach über das Internet abfragen, beispielsweise beim China Train Guide. Allerdings sollte man einige „Regeln“ beachten.

Fahrkartenschalter
Fahrkartenschalter

Fahrkarten werden ausschließlich am Bahnhof maximal zehn Tage vor der Fahrt verkauft, es empfiehlt sich nicht am letzten Tag zu kaufen, oftmals sind die Züge ausgebucht. Manchmal kommt man mit Englisch zurecht, manchmal nicht. Freundliche Chinesen helfen aber auch sehr gerne aus. Als Ausländer benötigten wir unsere Pässe zur Ticketbuchung.

Bahnhof in China
Bahnhof in China

Chinesische Bahnhöfe haben recht wenig mit ihren Pendants aus Deutschland zu tun, sondern erinnern mit unzähligen Gates, Sicherheitskontrollen und hellen Warteräumen eher an Flughäfen. Die schiere Größe und Anzahl der Passagiere stellt so manchen Provinzflughafen in den Schatten.

Unzählige Gleise am Bahnhof Nanjing
Unzählige Gleise am Bahnhof Nanjing

Wir haben für die Strecke Shanghai-Beijing (über 1000 km, 4h Fahrtzeit) ca. 40,- Euro bezahlt, dabei wird zwischen den Kategorien Hardsleeper und Softsleeper unterschieden.Der Name täuscht, man bekommt keinen Liegewagen, sondern eine normale, aber luxuriöse Bestuhlung. Da der Preisunterschied marginal ist, empfiehlt es sich immer die höhere Kategorie zu buchen.

Unser Zug hatte ca. 20 Waggons mit jeweils etwa 80 Sitzplätzen, dazu wird die Strecke mehrfach pro Stunde bedient. Die Bahn ist Chinas Transportmittel Nummer 1!

Über 300km ohne eine Vibration im Zug
Über 300km ohne eine Vibration im Zug

Das wird dich auch interessieren

3 Kommentare

  1. Hallo,

    du auf dieser Seite sind recht viele inhaltliche Fehler. Vielleicht solltest du die korrigieren. Hier ein paar Punkte:

    1. Chinesische Taxifahrer sind Analphabeten! Ich weiss nicht, woher du das hast. Ein Chinese, der nicht lesen kann, besteht auch keine Auto- und Taxiprüfung. In meinen sechs Jahren in China erlebte ich keinen einzigen Taxifahrer, der nicht lesen konnte. Und ich nahm jeden Tag das Taxi zu Arbeit.

    2. Rauchen ist in Taxis chinaweit verboten. Es gibt Fahrer, die sich darüber hinwegsetzen. Aber in den Grosstädten Peking, Shanghai und Shenzhen, wo du vermutlich warst, sind das eher Ausnahmen.

    3. Nicht nur Ausländer brauchen einen Ausweis für ein Bahnticket, sondern auch Chinesen. Fahrkarten muss man übrigens nicht am Bahnhof kaufen, sondern bekommt sich auch bei zahlreichen Reisebüros für einen Aufpreis von 5 Yuan. Es ist auch möglich, die Tickets online zu kaufen. Dazu braucht man aber Chinesischsprachkenntnisse. Deswegen ist das für Ausländer nicht empfehlenswert.

    4. Hardsleeper und Softsleeper verfügen tatsächlich über ein Kabinen mit 6 bzw 4 Liegen. Da du aber von einer Fahrt von 4 Std. schriebst, nehme ich an, dass du mit dem Gaotie gefahren bist. In dem gibt es keine Liege- und Schlafabteile, da die nicht nachts fahren. Du bist vermutlich Softseater zweite Klasse gefahren. Das kostet 555 Yuan, was um die 50 Euro sind.

    1. Servus Oli,

      besten Dank für deinen umfangreichen Kommentar. Als Expat in China hast du ganz sicher ein wesentlich fundierteres Wissen als ich. Ich habe lediglich aufgeschrieben, was ich erlebt habe. Punkt 1 und 2 findet man so auch in zahlreichen Reiseführern und Blogs/Webseiten. Möglicherweise ist es in der Theorie so, wie du schreibst, in der Praxis schaut es anders aus.

      Zu Punkt 4 kann ich nichts sagen, uns wurde erklärt wir bekommen die Tickets nur am Bahnhof. Möglicherweise auf Grund der Sprachkentnisse im Reisebüro?!

      Bei Punkt 4 hast du völlig Recht, wir sind SEATER und nicht SLEEPER gefahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top button
Close