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Kann man während der Hurrikan-Saison in die Karibik reisen?

In den vergangenen Wochen gab es nahezu täglich Meldungen zu verheerenden  Wirbelstürmen in der Karibik. Mit Harvey, Irma, Jose und Maria gab es gleich vier Hurrikans der Stärke 4 und 5. Wer nun bereits an seiner Urlaubsplanung für 2018 sitzt und die Karibik als Ziel in Frage kommt, der wird sich möglicherweise die Frage stellen, in wie fern man die Hurrikan-Saison berücksichtigen muss.

National Hurricane Center: aktuell keine Hurrikans gemeldet

National Hurricane Center: aktuell keine Hurrikans gemeldet

Wann ist die Hurrikan Saison?

In der Regel bilden sich sie meisten Wirbelstürme zwischen Juni und November, da in dieser Zeit die herrschenden Bedingungen optimal sind. Der Ozean ist warm, die Luft ist feucht und die Winde begünstigen die Bildung der Hurrikans. Das amerikanische National Hurricane Center hat daher festgelegt, das die Saison am 01. Juni beginnt und am 30. November endet. Immer mal wieder kommt es jedoch vor, das sich ein Hurrikan außerhalb der Saison bildet. Die meisten Stürme treten innerhalb der Saison im August und September auf. Die beste Reisezeit für die Karibik kommt dann im Anschluß, von November bis April. Die Temperaturen liegen zwar ganzjährig sehr konstant bei ca. 30 Grad, es gibt jedoch die Trockenzeit und Regenzeit. Doch auch in der Regenzeit ist die Karibik ein beliebtes Reiseziel, die Hotels sind günstiger, die Strände leerer und der Regen tritt in aller Regel nur als kurzer, heftiger Schauer auf.

Tropischer Regenschauer in der Karibik

Tropischer Regenschauer in der Karibik

Wo treten die meisten Hurrikans auf?

Hier muss man sich erstmal vor Augen führen, das Karibik nicht gleich Karibik ist. Wir reden von einem riesigen Gebiet, das ca. 200.000 Quadratkilometer umfasst, die Ost-West Ausdehnung liegt bei über 3.000 Kilometern. Dementsprechend gibt es auch deutliche klimatische Unterschiede. Generell kann man das karibische Meer in zwei große Bereich einteilen: die Inseln über dem Wind und die Inseln unter dem Wind.

Inseln über dem Winde (Windwards Islands)

Inseln über dem Winde bezeichnet den nördlichen Teil der Kleinen Antillen. Der Name ist abgeleitet von der in diesen Breiten vorherrschenden Windrichtung des Nordost-Passatwindes, der für ein feuchtes Klima mit jährlichen Niederschlägen über 2000 mm sorgt. Von hier, über die Dominikanische Republik und Kuba bis zum amerikanischen Festland treten die meisten Hurrikans auf.

Arashi-Beach auf Aruba

Arashi-Beach auf Aruba – völlig Hurrikan-frei

Inseln unter dem Winde (Leewards Islands)

Die Inseln unter dem Winde sind eine Inselgruppe vor der Nordküste Südamerikas in der Karibik und der südliche Teil der Kleinen Antillen. Sie liegen nicht unter dem Einfluss des Nordost-Passats wie die Inseln über dem Winde und weisen daher ein weitaus trockeneres Klima auf. Geschützt durch das südamerikanische Festland treten hier keine Hurrikans auf.

Sind Reisen während der Hurrikan Saison gefährlich?

Wie so oft, lautet auch hier die Antwort: es kommt drauf an. Wir haben alle die Berichte der vergangenen Wochen gelesen, zahlreiche Menschen sind gestorben und der Schaden beträgt hunderte Milliarden Dollar. Davon kann man natürlich auch als Urlauber betroffen sein. Mittlerweile sind die Vorhersagen jedoch sehr genau und man hat in aller Regel ausreichend Zeit sich in Sicherheit zu bringen. Selbstverständlich sind Reiseveranstalter zusätzlich bemüht, betroffene Urlauber rechtzeitig umzubuchen.

Pigeon Point auf Tobago

Pigeon Point auf Tobago – Hurrikan-freie Traumstrände

Bleibt man jedoch beispielsweise einfach in der Nähe des südamerikanische Festlandes, beispielsweise in Kolumbien, in Panama oder auf den ABC-Inseln, so kann man seinen Urlaub völlig ohne Bedenken planen.

Generell gilt jedoch, das man sich nicht zu viel verrückt machen darf. Die Wahrscheinlichkeit direkt auf einen Hurrikan zu treffen ist überaus gering. Wahrscheinlicher sind indirekt Auswirkungen: Vorbeiziehende Stürme könnten das sonnige Wetter beeinflussen und für ein bis zwei Tage zu starken Regenfällen, starken Winden und hohen Wellen des Ozeans führen.

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