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29 Stunden mit Maske im Flugzeug – ein Erfahrungsbericht

Vor nun etwas mehr als zwei Wochen bin ich mit KLM nach Costa Rica geflogen. Die hervorragenden Corona-Hypgieneprotokolle in Costa Rica habe ich bereits vor einigen Tagen behandelt. Doch wie ist der Weg dahin? Wie ist es, über viele Stunden mit Maske im Flugzeug zu sitzen? Auf dem Hinflug habe ich 29 Stunden mit Maske im Flugzeug gesessen, auf dem Rückflug waren es ziemlich exakt 24 Stunden mit Maske im Flieger.

29 Stunden mit Maske im Flugzeug?

Sicherlich werden jetzt einige von euch gemerkt haben, das das gar nicht sein kann. Der längste Linienflug der Welt dauert ja „nur“ ca. 20 Stunden. Wie komme ich denn dann auf 29 Stunden? Ich bin mit KLM von Frankfurt nach San José (KLM hat Empfehlungen zur Maske im Flugzeug) geflogen und in Amsterdam und Panama City umgestiegen. Insgesamt hatte ich also drei verschiedene Flüge, auf dene ich Maske getragen habe. Bei den beiden Umstiegen musste ich die Maske natürlich ebenso tragen. Vor dem Abflug in Frankfurt auch. Nach der Landung in San José in Costa Rica und beim Transfer ins Hotel natürlich auch.

Rechnung: fast 30 Stunden mit Maske

Ich habe bei Tourcare in Neu-Isenburg geparkt. Vom Einstieg in den Transferbus bis zum Betreten von meinem Hotelzimmer habe ich die Maske im Flugzeug immer nur kurz abgenommen.

Ablauf auf dem Hinflug am 30.10.20 (jeweils Ortszeit)

  • 03:38 Uhr: Einstieg in den Transferbus zum Flughafen
  • 06:55 Uhr: Flug von Frankfurt nach Amsterdam
  • 11:10 Uhr: Flug von Amsterdam nach Panama City (+6 Stunden)
  • 18:00 Uhr: Flug von Panama City nach San José (+7 Stunden)
  • 22:08 Uhr: Landung in San José
  • Einreise, Gepäckabholung & Transfer ins Hotel
  • 01:34 Uhr: Betreten meines Hotelzimmers

Ihr sehr, hochgerechnet komme ich auf fast exakt 29 Stunden, während denen ich die Maske getragen habe.

Maske im Flugzeug – welche ist die Beste?

Ich habe mir vor dem Flug einige Gedanken gemacht, welche Masken (man muss sie ja nach einigen Stunden austauschen) wohl die besten sind:

  • Einweg-OP-Masken
  • „professionelle“ Stoffmasken
  • selbstgenähte Stoffmasken

Ich hatte alle drei Typen dabei. Auch wenn sie am wenigsten nachhaltig sind, sind die blauen Einweg-OP-Masken mit Abstand die besten Masken. Das zeigt sich auch daran, das nahezu alle Flugbegleiter genau diese Masken tragen. Die Einwegmasken sind deutlich atmungsaktiver als Stoffmasken. Auch unter Stoffmasken bekommt man definitiv genug Luft zum Atmen, es ist jedoch unangenehmer.

Maske im Flugzeug – wie unangenehm ist das?

Ich fand die Maske im Flugzeug nicht unangenehm, sondern nur etwas ungewohnt. Aber das sind Ohrstöpsel ja auch. Im Nachhinein würde ich sogar noch etwas weiter gehen. Durch die Maske sind die Atemwege lange nicht so ausgetrocknet, wie es sonst auf Langstreckenflügen passiert. Mit einer gut sitzenden Maske ist es daher sogar angenehmer, als ohne Maske.

Die Maske muss gut sitzen

Das sollte jedem klar sein. Wenn die Gummibänder hinter den Ohren zu stramm sitzen, dann stört das auf einem langen Flug nicht nur, sondern wird sogar sicherlich richtig schmerzhaft. Ebenso ist es unangenehm, wenn die Bänder zu lose sind, und man die Maske permanent wieder hochschieben muss.

Darf man die Maske im Flugzeug absetzen?

Die Maske muss im Flugzeug durchgehend getragen werden. Die einzigen Ausnahmen sind beim Essen und Trinken erlaubt. Während meiner Flüge haben sich die Passagiere vorbildlich dran gehalten. Nicht anders ist es bei den Flugbegleitern. Auch in augenscheinlich unbeobachteten Momenten, beispielsweise wenn ich mir nachts noch einen kleinen Snack geholt habe, hatten die Flugbegleiter durchgehend die Masken auf.

Als ich nach dem Frühstück, noch etwas schlaftrunken, nicht direkt wieder „angezogen“ habe, gab es direkt einen freundlichen Hinweis vom Personal. Vorbildlich. So fliege ich, auch in dieser Zeit, wirklich gerne.

Trägt wirklich jeder im Flugzeug Maske?

Ja! Viele Passagiere gehen sogar noch einen Schritt weiter und tragen ein zusätzliches Plastikvisier. Am umfangreichsten war die Schutzkleidung von einigen asiatischen Passagieren. Diese hatten neben Maske und Visier teilweise noch einen Schutzanzug, Brille und Handschuhe an.

Sollte sich das durchsetzen dann wäre der Punkt erreicht, bei dem ich nicht mehr gerne fliege. Glücklicherweise sind die aktuellsten Meldungen bezüglich der Impfungen ja sehr vielversprechend.

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