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Highlights in Medellin: Dinge, die man hier unbedingt machen sollte

Jetzt lehne ich mich einmal ganz weit aus dem Fenster und gebe ein paar Reisetipps für Medellin. Vor dem Hintergrund, das die Hauptstadt vom Department Antioquia ca. 2,5 Millionen Einwohner hat, sich rasend schnell weiterentwickelt, jeder Reisende und Urlauber andere Präferenzen hat und ich nur Kurz in Medellin war, kann dieser Übersicht nur unvollständig und auch eigentlich völlig falsch werden. Aber vielleicht habe auch gerade ich den einen oder anderen Tipp, der noch fehlt…

In der Comuna 2 in Medellin

In der Comuna 2 in Medellin

Umgeht das Verkehrschaos und fahrt Metro und Seilbahn

Verglichen mit Städten wie München oder New York ist das Netz der Metro de Medellin mit 42 km und nur zwei Linien, sehr überschaubar. Linie A verläuft dabei in Nord-Süd-Richtung und Linie B in Ost-West-Richtung. Zusätzlich gibt es noch die Seilbahnlinien (Metro Cable) J, K, L die an das Metronetz angeschlossen sind und mit dem Metroticket kostenfrei mitgenutzt werden können. Sie Seilbahnen haben für die Paisas (so nennen sich die Einwohner von Medellin selbst) einen ganz praktischen Zweck: sie binden die Armenviertel an den Berghängen ans Stadtzentrum an. Für Touristen bietet sich aus den Gondeln und von den Haltestellen am Berg ein beeindruckender Blick über Medellin. Nicht zuletzt wegen dieses Nachverkehrskonzept wurde Medellin zur innovativsten Stadt der Welt gekührt.

Seilbahn Metro Cable in Medellin

Seilbahn Metro Cable in Medellin

Esst etwas typisches aus Medellin oder Antioquia

Nun gibt es einen weiteren Tipp für Medellin, wie er ungünstiger kaum sein kann. 😉 Tripadvisor listet knappe 800 verschiedene Restaurants in Medellin auf, dazu kommen noch unzählige kleine Garküchen, Kneipen und mehr. Daher gibt es von mir keinen Restaurant-Tipp, sondern vielmehr die Empfehlung etwas typisches zu probieren.

  1. Bandeja Paisa
    Viel Typischer kann man in Antioquia vermutlich nicht essen. Ein gewaltiges Gericht, dessen Ursprung bei der hart arbeitenden Landbevölkerung vergangener Jahrhunderte zu suchen ist, das aber auch Einflüsse von den spanischen Kolonialherren und den afrikanischen Sklaven hat. Doch was kommt in Bandeja Paisa rein? Ganz einfach: rote Bohnen (mit Fleisch gekocht), Reis, gehacktes, Chicharrones (frittierter Schweinebauch), Spiegelei, Arepas (Maisfladen), Kochbanane, Avocado, Blutwurst, Chorizo, Rindfleisch. Eigentlich hat das Gericht in der heutigen Zeit  kaum noch eine Daseinsberechtigung, da es genug Kalorien hat um sich drei Tage nicht mehr bewegen zu können. Die vielleicht beste Bandeja Paisa macht das Restaurant Hacienda.
  2. Sancocho Antiqueno
    Wer es etwas leichter mag, sollte zur Sancocho Antiqueno greifen, eine kräftige Fleischbrühe mit ganz viel Einlage, eher ein Eintopf: Maiskolben, große Fleischstücke, Kartoffeln, Banane. Als Beilagen gibt es Reis, Arepas, Avocado und Aji Picante (eine scharfe Soße). Für europäische Mägen ist auch diese Portion ziemlich erschlagend, aber sehr lecker!!
Mittagessen Sancocho Antiqueno

Mittagessen Sancocho Antiqueno

Macht eine Tour durch die Comuna 13

In der ehemals gefährlichsten Stadt der Welt, war die Comuna 13 lange Zeit das gefährlichste Viertel. Dann wurde Pablo Escobar erschossen und die Regierung beschloss gegen Bandenkriegen und Drogengangs durchzugreifen. In der Comuna 13 von Medellín, dem Eldorado dutzender Guerrilla-Milizen, ließ das neugewählte Staatsoberhaupt ein Exempel statuieren: die „Operation Orion“.  Vier Tage dauerte die Operation, danach war mehr oder weniger Ruhe. Heute ist das Viertel berühmt für tolle Straßenmalereien und Graffities, und bekannt für die Rolltreppen die den Bewohnern den weg durch die bunten Häuser erleichtern. Mehr zur Comuna 13…

Blick über die Rolltreppen der Comuna 13 in Medellin

Blick über die Rolltreppen der Comuna 13 in Medellin

Setzt euch mit Pablo Escobar auseinander

Niemand ist so eng mit Medellin verbunden, wie der ehemalige Drogenbaron Pablo Escobar. Von offizieller Seite hadert Medellin noch mit dem richtigen Umgang mit diesem düsteren Teil der Stadtgeschichte, doch zahlreiche Strassenhändler und Reiseveranstalter haben schon lange verstanden, das es einen touristischen Markt dafür gibt. Man kann die berühmte Hacienda Napoles besichtigen, das Grab von Pablo Escobar liegt auf einem öffentlichen Friedhof und sein ehemaliges Wohnhaus und Machtzentrale Edificio Monaco lässt sich mit Glück auch besichtigen. Dank Serien wie „Narcos“ wird die Geschichte leider etwas glorifiziert, mit etwas Distanz ist die Geschichte jedoch eine Tour wert!

Das Edificio Monaco in Medellin, das Wohnhaus von Pablo Escobar

Das Edificio Monaco in Medellin, das Wohnhaus von Pablo Escobar

Macht eine Stadttour durch Medellin

Medellin hat wahnsinnig viel zu bieten. Daher gehe ich hier nur ganz kurz auf einige wenige Highlights ein, die man auf einer Tagestour gut erreichen kann. Eine weitere unvollständige Liste in einer unvollständigen Liste:

  1. Pueblito Paisa: ein Nachbau eines typischen kolumbianischen Pueblos liegt sich auf dem Hügel Cerro Nutibarra etwa 20 Minuten vom Centrum entfernt. Auch hat man von hier einen tollen Ausblick über Medellin. Wer ein richtiges Pueblo sehen möchte, sollte beispielsweise nach Guatapé fahren.
  2. Plaza Botero: zentraler Platz und Skulpturenpark des Künstlers Fernando Botero, einem Sohn Medellins. Auch in Europa sind die dicken Figuren, sein Markenzeichen, recht geläufig. Metrostationen, Museen und zahllose Restaurants sind in unmittelbarer Nähe.
  3. Catedral Metropolitana: mit 5000 m² Fläche und einer Höhe von über 50 m der größte Lehmziegelbau der Welt. Sie liegt direkt am wunderschönen Parque Bolivar, an den ersten drei Sonntagen in jedem Monat gibt es hier um 11:15 Uhr ein öffentliches Konzert.
  4. Shopping in Medellin: Medellin is die Textilhauptstadt von Südamerika. Man kann durch Fußgängerzonen bummeln, sich in Einkaufszentren mit gefälschten Markenprodukten eindecken und noch vieles mehr.

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