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Das kleine Gästehaus Casa Gregorio in San Martin de Amacayacu

Auf meinem letzten Trip durch Kolumbien habe ich dem kleinen Gästehaus „Casa Gregorio“ in der indigenen Tikuna Gemeinde San Martin de Amacayacu einen kurzen Besuch abgestattet. Da wir nur zum Lunch im Gästehaus zu Besuch waren, dauerte unser Aufenthalt leider nur wenige Stunden. Doch auch in dieser kurzen Zeit konnten die Besitzer Heike und José mit Ihrer freundlichen Art und warmherzigen Gastfreundschaft völlig überzeugen.

Casa Gregorio in San Martin de Amacayacu

Casa Gregorio in San Martin de Amacayacu

Es ist schon irgendwie verrückt. Da bummelt man durch ein kleinen Indio-Dorf mitten im Nirgendwo vom kolumbianischen Amazonas-Regenwald und plötzlich leuchtet eine Fahne von Tripadvisor mit dem „Certificate of Excellence“ (hier die Bewertungen von der Casa Gregorio) durch die Blätter. Doch dazu später mehr.

Die Tikuna-Gemeinde San Martin de Amacayacu

Die Casa Gregorio liegt in der kleinen Tikuna-Gemeinde San Martin de Amacayacu. Von Leticia aus muss man ca. 60 km oder 2,5 Stunden im Motorboot Flußaufwärts fahren und kurz vor Puerto Nariño nach rechts in einen kleinen Nebenfluß abbiegen. Hier schlängelt man sich noch ca. 30 Minuten durch den Urwald und ist dann da.

Die Tikuna-Gemeinde San Martin de Amacayacu

Die Tikuna-Gemeinde San Martin de Amacayacu

Bei einem Bummel durch die Gemeinde wird man an jeder Ecke freundlich begrüßt und angelächelt. Die Pfade zwischen den Häusern sind teilweise mit Beton befestigt, teilweise trocken und teilweise tief-schlammig. Jedoch überall sauber und gepflegt.

Die Tikuna-Gemeinde San Martin de Amacayacu

Die Tikuna-Gemeinde San Martin de Amacayacu

WLAN kann man hier am Handy übrigens getrost abgeschaltet lassen. Das frisst nur unnötig Akku ohne auch nur ansatzweise in die Nähe von einem Router zu kommen. Claro hingegen hat es selbst hier mitten im Urwald geschafft, ein funktionierendes Handy-Netz zu errichten. Nun kann man jedoch hervorragend streiten, ob man hier ein Mobiltelefon benötigt, oder sich nicht besser auf Menschen und Natur einlässt.

Einige Infos zur Casa Gregorio in San Martin de Amacayacu

Casa Gregorio bezeichnet sich auf der eigenen Webseite als „small and comfortable lodge“. Ich persönlich verbinde mit einer Lodge eine gehobene, luxuriöse Unterkunft. Wikipedie hingegen schreibt:

Als Lodge, häufig auch Safari Lodge, bezeichnet man vor allem im Südlichen Afrika und Ostafrika eine Art der Unterkunft, meist auf Farmen mit Wildtieren. In anderen Teilen der Erde und historisch wird der Begriff Lodgehingegen mit einfachen Schutzhütten, zum Beispiel auf Trekkingtouren, gleichgesetzt.

Bei der Casa Gregorio liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Wilde Tiere gibt hier hier unzählige, die Unterkunft ist einerseits einfach, für die Lage jedoch deutlich gehoben. Wer hier zu Gast ist, möchte Touren in den Urwald machen, mit den Einheimischen Tikuna in Kontakt kommen und nicht im Whirlpool liegen und Champagner schlürfen. Dafür kann die Unterkunft nicht besser gewählt werden.

Aufenthaltsraum mit Hängematten in der Casa Gregorio

Aufenthaltsraum mit Hängematten in der Casa Gregorio

Die Zimmer in der Casa Gregorio

Die Zimmer in dem kleinen Gästehaus im Urwald sind rustikal-gemütlich. Es gibt Licht und Strom (wenn auch keine 24 Stunden täglich), Betten mit Moskitonetzen und je nach Zimmer ein privates oder geteiltes Bad.

Das Einzelzimmer in der Casa Gregorio

Das Einzelzimmer in der Casa Gregorio

Es gibt folgende Zimmer in der Casa Gregorio:

  • 1 großes Doppelzimmer mit getrennten Betten und geteiltem Badezimmer
  • 2 Doppelzimmer mit geteiltem Bad
  • eine Cabana mit:
    • Einzelzimmer und Bad im Ergeschoss
    • Doppelbett im ersten Stock und
    • zwei Einzelbetten unter dem Dach
Doppelzimmer in der Casa Gregorio

Doppelzimmer in der Casa Gregorio

Das gesamte Haus und alles drumherum ist zu 100% aus lokalen Hölzern gebaut. Boden, Wände, Dach, Treppen – einfach alles besteht aus Holz. Das hinterlässt für mich ein extrem gemütliches Gefühl und ist nebenbei noch absolut nachhaltig gebaut.

Holz, wohin man auch schaut

Holz, wohin man auch schaut

Ganz großartig ist auch die „Küche“ in der Casa Gregorio. Das Essen wird in einem großen offenen Bereich auf dem offenen Feuer zubereitet. Wie es sich für eine gute Küche gehört, steht hier ein großer Tisch der dazu einlädt, der Crew zuzuschauen, mitzuhelfen und zu lernen.

Ich kann einen Aufenthalt hier jedem empfehlen, der die weite Anreise nicht scheut und gerne einige Tage mitten im Urwald leben möchte. Ich hoffe, ich kann demnächst nochmal längere Zeit hier verbringen.

Hier noch drei letzte Eindrücke aus der Umgebung der Casa Gregorio:

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