Reiseberichte aus Ecuador

Infos zum Bezahlen in Ecuador – Währung und Geld

Ecuador ist das einzige Land in Südamerika, das den US-Dollar als Währung verwendet. Diese Tatsache macht Ecuador für viele Gäste zu einem attraktiven Reiseziel. Gerade Urlauber die eh schon in US-Dollar zahlen, haben es dadurch nochmals einfacher. Das erkennt man auch daran, das ein Großteil der ausländischen Touristen aus den USA kommt. Diese Tatsache und die Sicherheit, die Herzlichkeit der Menschen, die hervorragenden Hotels und die außergewöhnliche Vielfalt machen Ecuador zu einem sehr attraktiven Reiseziel.

Ich habe daher einmal die wichtigsten Informationen zum Thema Bezahlen in Ecuador zusammen gefasst.

Angekommen in Ecuador – Geld umtauschen

Wenn Ihr bei der Ankunft in Ecuador eine andere Währung als den US-Dollar mit euch führt, dann könnt ihr das Bargeld in folgenden Wechselstuben am Flughafen ganz einfach umtauschen. Euro-Scheine werden völlig problemlos zum Tausch angenommen:

Am Flughafen Quito:

Global Exchange (24/7 geöffnet) – Standort: Internationaler Flughafen Mariscal Sucre.

  1. Etage 0 im internationalen Ankunftsterminal (vor der Gepäckausgabe)
  2. Etage 1 im internationalen Abflugterminal (die Halle mit den Schaltern der Fluggesellschaften).

In der Stadt Quito:

  1. Mil Cambios (10:00 – 16:00 Uhr geöffnet)- Standort: Avenida Amazonas y Wilson.

Am Flughafen Guayaquil:

Global Exchange (24/7 geöffnet) – Standort: Internationaler Flughafen Jose Joaquin de Olmedo.

  1. Erdgeschoss im Ankunftsterminal (vor der Gepäckausgabe)
  2. Obergeschoss im Stock des Abflugterminals (neben den LATAM-Schaltern).

Nur diese beiden Wechselstuben arbeiten legal und offiziell. In der Nähe von Mil Cambios, in der Avenida Amazonas und im Stadtviertel La Mariscal in Quito, gibt es weitere Wechselstuben. Diese Wechselstuben sehen zwar legal aus, werden aber von ehemaligen Straßengeldwechslern betrieben. Hier solltet ihr nur mit offenen Augen Geld wechseln.

Überall in Ecuador gibt es zudem zahlreiche Straßengeldwechsler, die Touristen günstige Wechselkurse anbieten können. Ich würde um diese inoffiziellen Wechselstuben einen großen Bogen machen.

Wichtiger Hinweis zum Bargeld in Ecuador

Achtet darauf, das ihr immer kleine Dollar-Scheine (maximal 20,- US-Dollar) dabei habt. Bei größeren Scheinen kann es sein, das diese nicht gewechselt werden können. Wenn ihr am Geldautomaten nicht bsp. 400,- Dollar, sondern 390,- Dollar abhebt ist sicher gestellt, das einig kleine Scheine ausgegeben werden. Auch solltet ihr darauf achten, das die Scheine unbeschädigt sind. Gerissene Scheine werden oftmals nicht akzeptiert.

Geldautomaten – ATMs

Geldautomaten (oder ATMs) sind in meinen Augen der beste und günstigste Weg um in Ecuador an Bargeld zu gelangen. Sprecht allerdings vorher mit eurer Bank oder schaut ins Konto rein – oftmals sind Kredit- oder EC-Karten für den Auslandseinsatz gesperrt und müssen freigeschaltet werden.

Geldautomaten gibt es praktisch in jeder Stadt Ecuadors. Unabhängig vom Finanzinstitut, dem der Geldautomat gehört, solltet ihr nach dem BanRed-Zeichen Ausschau halten, einem sicheren Netzwerk, das Abhebungen bei allen lokalen und internationalen Banken ermöglicht.

Die einheimischen Transaktionsgebühren sind niedrig und liegen zwischen 50 Cent und 1 $, während ausländische Banken etwa 5,- Euro pro Transaktion verlangen. Viele Banken erstatten diese Gebühren jedoch auch wieder.

Das tägliche Abhebungslimit liegt in der Regel bei 1.500 USD, mit einem Höchstbetrag von 500 USD pro Transaktion, aber dies kann je nach den Richtlinien der einzelnen internationalen Banken variieren. Das mag wenig klingen, aber ich würde tatsächlich nicht mehr als 200,- USD abheben. Ihr könnt außerdem praktisch überall mit Kreditkarte zahlen und benötigt gar kein Bargeld.

Bargeld auf den Galápagos-Inseln:

Eine Ausnahme bilden jedoch die Galápagos-Inseln. Zum einen benötigt ihr direkt nach der Landung 100,- USD Nationalpark-Eintrittsgebühr in bar. Zum anderen sind Geldautomaten sehr rar gesät und funktionieren obendrein oftmals nicht. Auch die Zahlung per Kreditkarte funktioniert oftmals nicht. Nur Bares ist Wahres!

Kreditkarten oder Bargeld?

Die Akzeptanz von Kreditkarten ist in Geschäften, Restaurants, Hotels und Supermärkten der mittleren und oberen Preisklasse in Quito, Guayaquil, Cuenca, Manta, Ambato und auf den Galapagos-Inseln üblich.

Visa ist neben MasterCard und Diners Club die am häufigsten akzeptierte Kreditkarte. Andere Kreditkartenmarken sind nicht so weit verbreitet, werden aber in einigen Hotels dennoch akzeptiert.

Genau wie bei Debitkarten müsst Ihr euren Kreditkartenaussteller vor eurer Reise nach Ecuador benachrichtigen, damit die internationale Verwendung der Karte aktiviert wird (sofern nötig).

Bei der Zahlung mit einer Kreditkarte werdet ihr möglicherweise gefragt: „¿corriente o diferido?“, was übersetzt bedeutet: „Möchten Sie in einer einzigen Rate (corriente) oder in mehreren Raten (diferido) zahlen?“. Da ihr vermutlich keine großen Anschaffungen machen werdet, spielt das für euch keine große Rolle.

In Taxis, Bussen, Geschäften und allen anderen kleinen Unternehmen, wird in der Regel nur Bargeld akzeptiert. Vorzugsweise in kleinen Scheinen (1, 5, 10 und 20 Dollar). Fast nirgendwo werden 50- oder 100-Dollar-Scheine akzeptiert.

Weitere Bezahlmöglichkeiten

Backpacker und Reisende die nicht über einen Reiseveranstalter in Deutschland gebucht haben, müssen manchmal Anzahlungen leisten, die sich nicht per Kreditkarte leisten lassen. In aller regel bleiben dann noch drei Möglichkeiten zur Anzahlung:

  • Einzahlung aufs fremde Konto: In Südamerika ist ein Service sehr verbreitet, der in Deutschland in der Form praktisch nicht existiert. Man kann problemlos Geld auf fremde Konten einzahlen. Sogar viele Supermärkte unterstützen diese Zahlart. In der Regel finden sich dann entsprechende Schilder der Banco del Barrio oder Mi Vecino an der Fassade.
  • Terminals fürs Onlinebanking: Genau wie in Deutschland gibt es auch in Ecuador „Geldautomaten“ über die man Transaktionen abwickeln kann.
  • Paypal: Zahlreiche Unternehmen in Ecuador akzeptieren Paypal. Für Kunden ist das natürlich einerseits extrem komfortabel, da es sich übers Handy abwickeln lässt. Zusätzlich ist man als Kunde oder Gast extrem umfangreich abgesichert.

Durchschnittliche Kosten für (fast) alles – Preise pro Person

Transport

  • Die Bustarife innerhalb der Stadt (Quito, Guayaquil, Cuenca) liegen zwischen 50 Cent und 1 $.
  • Es gibt überregionale Buslinien, die von Stadt zu Stadt fahren. (Pünktlichkeit und Service können variieren)
    • Quito nach Guayaquil: 12 US-Dollar
    • von Quito nach Tena (Amazonasgebiet): 12 US-Dollar
    • Quito nach Baños: 16 US-Dollar
    • Quito nach Cuenca: 14 US-Dollar
    • Guayaquil – Montañita: 16 US-Dollar
    • Guayaquil – Cuenca: 9 US-Dollar
  • Der Mindesttarif für eine Taxifahrt beträgt 1,50 $. Eine Fahrt zwischen den Provinzen mit dem Taxi kostet ab 120 $.
  • Uber und Cabify sind sichere, etwas günstigere Alternativen zu den gelben, offiziellen Taxis.
  • Ein Kleinwagen kann für rund 100 Dollar pro Tag gemietet werden, ein mittlerer SUV für 200 Dollar.
  • Der Preis für eine Gallone Kraftstoff schwankt um 2,30 $.

Unterkünfte

  • Hotels im Amazonasgebiet und in den Küstenregionen können inkl. Frühstück schon ab 30 $ pro Nacht gebucht werden
  • Hotels der Touristenkategorie kosten ab 50 US-Dollar pro Nacht
  • lokaltypische Hotels der Touristenkategorie Superior ab 80 US-Dollar
  • Hotels der First-Class Kategorie beginnen bei 150 US-Dollar pro Nacht und
  • Deluxe-Hotel beginnen bei 250 US-Dollar pro Nacht

Mahlzeiten

  • Ein 3-Gänge-Mittagessen (Suppe, Hauptgericht und Dessert) in einem beliebten Restaurant der unteren Preisklasse kostet etwa 3-5 US-Dollar.
  • A-la-carte-Mahlzeiten in Restaurants der mittleren Preisklasse kosten durchschnittlich 12 US-Dollar.
  • Mahlzeiten in gehobenen Restaurants beginnen bei 20 US-Dollar.

Informationen zum Trinkgeld in Ecuador

In Restaurants der mittleren und gehobenen Restaurants ist in der Rechnung automatisch eine Servicegebühr von 10 % enthalten. Dieses Trinkgeld vom Restaurant eingesammelt und am Ende des Monats an die Kellner ausgezahlt. In lokalen Restaurants der unteren Preisklasse wird kein Trinkgeld erwartet. Auch Taxifahrer nehmen kein Trinkgeld entgegen.

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid und auf der Straße parkt, kann es vorkommen, dass inoffizielle Aufpasser 1 oder 2 Dollar im Voraus verlangen, weil sie auf das Auto aufpassen. Leider verdienen manche Leute in den Städten auf diese Weise ihren Lebensunterhalt. Ich empfehle, die Hälfte bei der Ankunft und den Rest bei der Abfahrt zu bezahlen. Die Bezahlung von Fahrzeugwächtern sollte nie mehr als 2 $ pro Stunde betragen.

Schließlich erwarten die Reiseleiter ein tägliches Trinkgeld von etwa 10 bis 15 Dollar pro Person, je nach Tour. Auf Kreuzfahrten der mittleren bis gehobenen Kategorie solltet Ihr außerdem 12-15 Dollar Trinkgeld pro Tag für die Besatzung einplanen.

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