AllgemeinReisetipps

Corona Ausgangssperren: Google liefert Bewegungsdaten

Daten sind das mit abstand wichtigste Mittel zu Bekämpfung der weltweiten Corona-Pandemie. Daten helfen einerseits bei der Behandlung der Patienten und andererseits bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Doch solange es noch keine wirksamen Medikamente und Impfstoffe gibt, helfen Daten die Ausbreitung von Corona zu reduzieren.

Reduzierung der Reproduktionszahl

Da sich die Lungenkrankheit bisher nicht behandeln lässt, zielt nun alles darauf ab, die Reproduktionszahl R0 auf unter 1 zu drücken. Die sogenannte Basisreproduktionszahl R0 gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, wenn niemand immun ist und auch keine Maßnahmen getroffen werden. Im Fall des Coronavirus Sars-CoV-2 sind es zwei bis drei Personen. Damit der der Ausbruch zum Erliegen kommt, muss dieser Durchschnitt bei unter eins liegen. Sprich: Ein Infizierter muss weniger als eine Person anstecken. Um das zu erreichen, werden Maßnahmen wie das Kontaktverbot in Deutschland getroffen.

Bewegungseinschränkungen in der Corona Pandemie

Während wir in Deutschland ein weitreichendes Kontaktverbot haben um dieses Ziel zu erreichen, setzen andere Länder auf eine Ausgangssperre die sogar festlegt, wer an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit einkaufen darf. Glücklicherweise zeigt das Kontaktverbot scheinbar erste positive Effekte, seit Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen nicht mehr weiter an.

Asien ist Vorreiter bei Corona Apps

Die asiatischen Länder wie Korea, China und Taiwan haben es geschafft, die Ausbreitung der Pandemie mit speziellen Apps in relativ kurzer Zeit massiv zu verlangsamen. Da in diesen Ländern einerseits der Datenschutz und andererseits auch die Menschenrechte einen völlig anderen Stellenwert haben als in Europa, ist die Einführung solcher Apps und die Nutzung der Daten erheblich einfacher als bei uns.

China hat beispielsweise während der Corona Pandemie eine App eingeführt, die permanent den Standort und die zugehörige Uhrzeit der Menschen erfasst hat. Somit ließen sich die Kontaktpersonen von einem Corona Patienten innerhalb kürzester Zeit ermitteln und Infektionsketten unterbrechen.

Telekom übermittelt anonymisierte Handy-Daten an das RKI

Am Dienstagabend hatte die Telekom dem RKI erstmals Bewegungsdaten zur Verfügung gestellt. „Aussagen zu Aufenthaltsorten oder Bewegungsspuren einzelner Mobilfunknutzer, also das individuelle Tracking von Infizierten, sind dabei nicht möglich“, sagt die Sprecherin. Daten zu konkreten Kunden gebe man nur nach richterlicher Anordnung preis.

Die Daten der Telekom beinhalten die Informationen, wann welcher Kunde bei welchem Mobilfunkmast registriert war. Gerade auf dem Land stehen die Masten jedoch sehr weit auseinander. Die Daten geben also nur einen sehr groben Überblick, wie stark sich die Menschen in Deutschland nach der Kontaktsperre noch bewegen.

Google hat und liefert konkrete Corona Bewegungsdaten

Google hingegen kennt die Bewegungsdaten von hunderten Millionen Android Handys, und zusätzlich von den Apple iPhones, auf denen die Nutzer google Dienste Nutzen. Sprich: Die Datenbasis ist gigantisch. Nicht nur in Deutschland, sondern in 131 Ländern weltweit. Nach Angaben von Google wird hierfür auf anonymisierte Handy-Daten von Nutzern zurückgegriffen, die ihre Aufenthaltsorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen und der Speicherung ihrer Standortinformationen zugestimmt haben.

Konkret veröffentlichte Google auf Länderebene heruntergebrochene Tabellen, die Bewegungen im Zeitraum vom 16. Februar bis 29. März vergleichen.

Community Mobility Reports von google

Google liefert jedoch nicht nur reine Daten, sondern bereitet diese direkt auch graphisch auf. Die Trends decken einen Zeitraum von mehreren Wochen ab, die jüngsten Daten sind 48 bis 72 Stunden alt. Die Daten sind für 131 Länder verfügbar. Diese sind aufgeteilt in verschiedene Segmente wie Restaurants, Einkaufszentren und Museen, Einzelhändler und Apotheken, Parkanlagen, Bahnhöfe sowie Arbeitsplätze und Wohngegenden. In Zukunft könnten mit den Daten möglicherweise auch Annahmen zur weiteren Entwicklung getroffen werden.

Folgende Beiträge könnten Dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"