Österreich als Zwischenstopp: Insider-Tipps für die Fahrt in den Süden
Für viele Urlauber beginnt der Urlaub nicht erst am Strand in Italien, am Campingplatz in Kroatien oder in den Bergen Sloweniens. Diejenigen, die sich entscheiden, mit dem Auto in den Süden zu reisen, fahren fast immer durch Österreich. Trotzdem wird das Land oft nur als notwendige Durchgangsstation betrachtet. Dabei bietet Österreich entlang der wichtigsten Reiserouten zahlreiche Orte, die sich perfekt für einen Zwischenstopp eignen und die Anreise deutlich angenehmer machen. Außerdem macht es Sinn, nicht nur von Raststätte zu Raststätte zu denken. Eine längere Pause in einer schönen Region sorgt für mehr Erholung, macht die Fahrt sicherer und gibt gleichzeitig die Möglichkeit, Orte kennenzulernen, die man sonst vielleicht nie besucht hätte. Viele stellen nach einer solchen Tour sogar fest, dass einige der schönsten Urlaubsmomente schon auf dem Weg zum eigentlichen Ziel entstanden sind.
Eine gute Vorbereitung ist das A und O
Bevor die Reise beginnt, sollte man sich natürlich erst einmal über die Mautregelungen im jeweiligen Land informieren. Auf österreichischen Autobahnen ist eine gültige Vignette erforderlich. Viele Urlauber nutzen mittlerweile eine digitale Vignette für Österreich, die sich bereits vor der Abreise online erwerben lässt. Auch ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage schadet nicht. Vor allem an Ferienwochenenden bilden sich auf den sehr beliebten Transitstrecken zum Teil recht lange Staus. Wenn man die Hauptreisezeiten kennt und etwas flexibel plant, kann man sich meist mehrere Stunden Wartezeit ersparen.
Salzburg: Mehr als ein kurzer Halt
Salzburg gehört mit zu den beliebtesten Zwischenstopps auf dem Weg Richtung Süden. Die Stadt liegt günstig an der Westautobahn und eignet sich sowohl für einige Stunden als auch für eine Übernachtung. Wenn man mehrere Stunden im Auto verbracht hat, kann man hier entspannt durch die Gassen schlendern oder in einem Café eine Pause einlegen. Auch die Festung Hohensalzburg bietet einen beeindruckenden Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Vor allem für Familien eignet sich Salzburg gut, weil sich Kultur, Erholung und Gastronomie ganz unkompliziert miteinander verbinden lassen.
Das Salzkammergut: Eine entspannte Alternative
Oft wird an einer der schönsten Regionen Österreichs vorbeigefahren, ohne sie bewusst wahrzunehmen. Das Salzkammergut bietet zunächst eine schöne Mischung aus Seen, Bergen und kleinen Orten mit besonderem Charme. Besonders beliebt sind hier der Wolfgangsee, der Mondsee, der Attersee und der Traunsee. Nach einer langen Autofahrt ist ein Spaziergang am Wasser meist erholsamer als ein noch weiterer Halt auf einem Parkplatz. Wenn man hier noch etwas mehr Zeit einplant, findet man außerdem viele Möglichkeiten für eine Übernachtung, oft sogar mit Blick auf den See.
Innsbruck: Das Tor nach Italien
Wer über den Brenner nach Italien fährt, kommt an Innsbruck nicht vorbei. Die Tiroler Landeshauptstadt eignet sich gut für einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden. Die Altstadt, das berühmte “Goldene Dachl” und die beeindruckende Bergkulisse sorgen dafür, dass sich der Aufenthalt wie ein kleiner Urlaub anfühlt, auch wenn man hier nur wenige Stunden verbringt. Viele nutzen Innsbruck deshalb ganz bewusst für eine Zwischenübernachtung. So kann zudem auch die Weiterfahrt am nächsten Morgen entspannter weitergehen.
Auch die etwas weniger bekannten Orte entdecken
Neben den bekannten Städten gibt es selbstverständlich auch zahlreiche kleinere Orte, nicht allzu bekannte schöne Orte. Hall in Tirol gehört beispielsweise zu den schönsten historischen Städten Österreichs und wird trotzdem viel seltener besucht als Innsbruck. Auch in Gmunden am Traunsee gibt es eine schöne Uferpromenade und eine angenehme Atmosphäre für eine Pause fernab der großen Touristenströme. Solche Orte passen vor allem zu denjenigen, die bewusst nach etwas ruhigeren Alternativen suchen.
Die Anreise als einen Teil des Urlaubs betrachten
Natürlich möchten viele Menschen auch möglichst schnell an ihrem Ziel ankommen. Wenn man über Österreich nach Italien fährt, erreicht man Regionen wie Südtirol oder den Gardasee teilweise deutlich früher als gedacht. Auch dort kann eine zusätzliche Übernachtung sinnvoll sein. So verteilt sich die Fahrzeit auf mehrere Tage und die Reise wird insgesamt etwas entspannter. Gerade Familien könnte diese Herangehensweise von Vorteil sein. So können sich die Kinder etwas bewegen, die Eltern fahren ausgeruhter und der Urlaub beginnt letztlich nicht mit Stress. Manche Reisende nutzen eine Zwischenübernachtung sogar bewusst für zusätzliche Erholung, sei es durch einen privaten Spa-Besuch, organisierte Ausflüge oder einfach etwas mehr Spaß und Entspannung fernab der Autobahn.
Seenregionen für den Sommer
In den Sommermonaten sind Stopps an Seen grundsätzlich besonders beliebt. Dort kann man pausieren und schwimmen oder einfach mal einige Stunden in der Natur verbringen.
Beliebte Ziele sind zum Beispiel der Wolfgangsee, der Millstätter See, der Wörthersee oder auch der Traunsee.
Welche Regionen sind auch zu anderen Zeiten attraktiv?
Österreich eignet sich nicht nur als Sommerziel. Im Frühjahr sorgen blühende Landschaften und angenehme Temperaturen für ideale Reisebedingungen und im Herbst zeigen sich hier viele Regionen von ihrer besonders farbenfrohen Seite.
Tipp: Viele Orte sind außerhalb des Sommers deutlich ruhiger. So können noch einmal ganz andere Eindrücke als bei einer Reise zur Hochsaison entstehen.
Kleine Umwege, die sich allerdings auszahlen
Wenn man auf dem Weg in den Süden etwas Zeit mitbringt, sollte man nicht immer nur die schnellste Route wählen. Entlang vieler Strecken warten schöne Aussichtspunkte, kleinere Orte und beeindruckende Naturlandschaften, die sich meist nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt befinden. Oftmals reicht hier schon ein kurzer Abstecher, um die Reise deutlich abwechslungsreicher zu gestalten. Auch regionale Gasthäuser oder gemütliche Cafés können eine angenehme Alternative zu klassischen Raststätten sein. Viele Urlauber erinnern sich später an genau diese spontanen Stopps, die unterwegs für neue Eindrücke und eine entspannte Pause sorgen.
Insider-Tipps abseits der Hauptstrecken
Wenn man noch etwas mehr Zeit einplanen will, kann man auch ein paar kleine Umwege einbauen. Interessant ist dann die Wachau entlang der Donau. Historische Orte, Weinberge und zahlreiche Aussichtspunkte machen diese Region zu einem idealen Zwischenstopp. Auch das Ausseerland wird bei der Planung der Route gerne übersehen. Die Gegend bietet glasklare Seen, beeindruckende Berglandschaften und eine entspannte Atmosphäre. Solche Orte sind es letztlich, die noch lange in Erinnerung bleiben, weil sie nicht zu den klassischen Reisezielen entlang der Autobahn gehören.
Alles auf einen Blick
Österreich bietet letztlich deutlich mehr als nur die Strecke zwischen Deutschland und dem Urlaubsort im Süden. Wenn man die Anreise bewusst plant und einige Zwischenstopps einbaut, kann man beeindruckende Landschaften, interessante Städte und viele ruhige Regionen abseits der bekannten Routen entdecken. Eine gute Planung und alle wichtigen Details für eine unkomplizierte Fahrt sollten jedoch stets bedacht werden. Auf diese Weise kann man die Fahrt und den Beginn des Urlaubs um einiges entspannter und sicherer angehen. Womöglich wird sie so für einige Reisende selbst zu einem wichtigen Teil des Urlaubs.




